Die Symptone und Diagnose des Morbus Gaucher
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der
Krankheit | Diagnose
der
Krankheit (wiss.)]
Anzeichen und Symptome des Morbus
Gaucher Typ I
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Allgemeine Ermüdung: Mangel an Energie und Ausdauer
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Unterleib: vergrößerte Milz
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vergrößerte Leber
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Schmerzen
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Knochensystem: Minderwuchs bei Kindern
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Schmerzen und Degeneration von Gelenken und Knochengewebe
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Verlust der Knochenfestigkeit führt zu:
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Auseinanderdriften der Knochen am Kniegelenk
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Krümmung der Knochen
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spontanen Frakturen
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akute Knocheninfarkte "Knochenkrisen"
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Knochennekrose (Absterben des Gewebes)
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Lungen: verminderte Fähigkeit, das Blut mit Sauerstoff zu versorgen
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Nieren: Zusammenbruch der normalen Funktion
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Haut: gelbbraune Pigmentierung
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nicht erhabene, runde, purpurrote Flecken, besonders im Augenbereich
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Blut: vergrößerte Blutungsneigung wie z.B. Nasenbluten
oder bei Verletzungen
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Unterschreiten der Werte von
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Blutplättchen
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roten Blutzellen
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weißen Blutzellen
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Überschreiten der Werte von
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saurer Phosphatase
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Plasmaproteinen
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Verdauungstrakt: Appetitverlust
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Anzeichen und Symptome des Morbus
Gaucher Typ II
Der Morbus Gaucher Typ II, der im wesentlichen nur bei Kindern auftritt,
imponiert durch eine rasch progrediente Gehirnschädigung durch neuronale
Verluste und der Infiltration von in das Gehirn phagozytierenden Zellen.
Die betroffenen Kinder überleben kaum das zweite Lebensjahr. Ansonsten
treten die selben Symtome wie beim Typ I auf.
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Anzeichen und Symptome des Morbus
Gaucher Typ III (wiss.)
Der sehr seltene Morbus Gaucher Typ III manifestiert sich gewöhnlich
in der frühen Kindheit durch neurologische Symptome wie horizontale
supra-nukleare Blickparese, progressive kognitive Defizite und häufige
myoklonische Krämpfe. Ein Teil der Patienten wird nur von der Blickparese
betroffen und leidet zusätzlich an schwerer hepatischer und pulmonaler
Dysfunktion. Ansonsten treten die selben Symtome wie beim Typ
I auf.
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Wie wird die
Krankheit diagnostiziert?
Die Diagnose vieler Krankheiten und besonders die des Morbus Gaucher
erfolgt meist auf Umwegen. Oft konsultiert der Patient den Arzt zuerst
wegen eines anderen Problems, wegen unklarer Schmerzen oder für eine
Blutuntersuchung. Obwohl die Diagnose des Morbus Gaucher nicht schwierig
ist, ähneln einige Symptome denen anderer Krankheiten. Der Arzt führt
vielleicht zuerst andere Tests durch, um häufigere Krankheiten auszuschließen.
So wird der Arzt z.B. bei Patienten mit niedriger Blutplättchenzahl
vielleicht einen Leukämietest machen. Bei Patienten mit Gelenkschmerzen
wird der Arzt eventuell Arthritis vermuten. Manchmal hilft ein Spezialist
wie ein Genetiker oder Hämatologe, die Symptome des Morbus Gaucher
von denen anderer Krankheiten mit ähnlichen Symptomen zu unterscheiden.
Der Verdacht auf Morbus Gaucher ist gegeben bei Personen, die eine
unerklärliche Milzvergrößerung haben, zu Blutungen neigen,
die Knochen- oder Gelenkschmerzen haben oder sogar spontane Knochen-brüche
(verbunden mit einer Erhöhung bestimmter Serumwerte). Bei Patienten,
deren Blutsverwandte an Morbus Gaucher erkrankt sind, würde man natürlich
auch diese Krankheit vermuten. Man sollte den Arzt deshalb immer darüber
informieren, ob es in der Familie eine Erbkrankheit gibt.
Anzeichen für Morbus Gaucher, die nicht vom Patienten wahr-genommen
werden, die aber bei Laboruntersuchungen auftauchen, sind z.B. erhöhte
Werte für saure Phosphatase und/oder Angiotensin-converting-enzyme
im Blutserum sowie charakteristische Skelett-veränderungen beim Röntgen.
Bei starkem Verdacht auf Morbus Gaucher kann die Diagnose durch einen
Bluttest erfolgen, der im positiven Fall eine stark verminderte Aktivität
der Glucocerebrosidase in den weißen Blutzellen zeigt. Zur Festigung
der Diagnose untersucht der Arzt eventuell auch eine Knochenmarkprobe,
um festzustellen, ob Gaucher-Zellen im Knochenmark sind.
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Diagnose von Morbus
Gaucher (wiss.)
Der Morbus Gaucher läßt sich histologisch durch den Nachweis
der typischen Gaucher-Zellen im Knochenmark
diagnostizieren. Im Serum findet man einen Anstieg der sauren Phosphatase.
Die Aktivität der Glucocerebrosidase ist erniedrigt. Der Enzymdiagnostik
kommt auch deshalb eine große Bedeutung zu, weil sich bei der Indikationsstellung
nicht selten Fehldiagnosen ergeben. Durch eine Genotypisierung kann die
Krankheit schon pränatal erkannt werden.
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Letzte Änderung 09.10.99 Claudia Riedel